Happy Birthday!

Posted on Juni 23, 2010 at 6:34 am in

Alles Gute zum Geburtstag :)

Letzter Akt

Posted on März 12, 2010 at 9:36 pm in

Eine harte Woche liegt hinter mir und meiner Familie. Die schlimmsten Tage meines Lebens. Das, was uns widerfahren ist, das kann wohl nur von dem Tod des eigenen Kindes getoppt werden. So wie es meinen lieben Eltern passiert ist. Selbst nach einer Woche ist es noch immer unfassbar. Noch immer wechseln sich unendliche Trauer, Wut und Niedergeschlagenheit ab. Und gleichzeitig wird mir bewusst wie oft wir im Alltag völlig unpassende Redewendungen verwenden.

Das Leben muss nun weitergehen. Heute fand mein lieber Bruder seine letzte Ruhe. Es war so hart und anstrengend. Doch es war ein sehr schönes Begräbnis, eine sehr sensible Feier. Viele Kameraden der freiwilligen Feuerwehr haben ihn auf seinem letzten Weg begleitet. Genauso wie viele Verwandte, Freunde und Bekannte. Zwei seiner Arbeitskollegen, die wir dazu gebeten haben.

Es tat gut Gabriele im Rücken zu haben. Ihre Hand auf meiner Schulter zu spüren, als ich fast dem Druck der vergangenen Tage nachgegeben und in die Knie gegangen wäre. Schön waren auch die Begegnungen mit diversen Verwandten; körperliche Nähe in einer sonst so berührungsscheuen Menge. Ein längst überfälliges Gespräch mit meinem älteren Bruder. Das Wiedersehen mit Marcus und Andrea.

Ja, der Tag war nicht ganz so grauenhaft wie befürchtet. Er schließt ein Kapitel meines Lebens ab. Meine Familie ist näher zusammengerückt. Am Ende fließen aber doch noch ein paar Tränen. Den Abschiedsbrief zu lesen fällt nicht so schwer. Doch die Gedanken verdichten sich; die Fragen werden teilweise beantwortet, werfen aber auch neue Fragen auf.  Das Unfassbare bleibt jedoch. Und vermutlich wird dieser Schmerz niemals gehen. Vermutlich wird immer eine Wunde zurückbleiben. Mal größer, mal kleiner.

Auf seinen letzten Weg haben wir ihm Geleit gegeben. Nun bleiben wir zurück. Schmerzerfüllt und wütend. Unglücklich und zornig. Die letzte Woche war sehr schwer, doch die eigentliche Trauerarbeit beginnt nun. Viele helfende Hände wurden ausgestreckt, alte Verbindungen wiederbelebt, neue Verbindungen hergestellt. Wir wissen nicht was uns erwarten wird. Das Unbekannte macht Angst. Die Unsicherheit mürbe.

Aber unser Leben wird weitergehen. Anders. Diese Lücke wird für uns niemals zu füllen sein. Wir haben einen Bruder, Sohn, Ehemann, Vater, Onkel und Schwager verloren. Sein Platz wird für immer leer bleiben. Unsere Gedanken werden vielleicht nicht immer bei ihm sein, doch sehr oft. Gern werden wir uns an ihn erinnern. In jedem Haushalt wird ein Bild von ihm seinen Platz finden. Genauso wie in unseren Köpfen. Wir wollen ihn lachend und mit lachenden Augen in Erinnerung behalten.

Zahnrad

Posted on März 10, 2010 at 9:55 pm in

Alles greift ineinander – zusammen sind wir alles. Keine leere Floskel. In kürzester Zeit wurde das Begräbnis, die Betstunden und alles was dazugehört organisiert. Meine Schwester ist ein Genie! Ohne sie hätte das nie funktioniert. Freunde sind da und helfen. Für jeden von uns. Über manchen und manches schüttelt man den Kopf, doch die meisten Reaktionen und Rückmeldungen sind einfach großartig.

Ob das Geschehene aber jemals begreiflich werden wird? Alte Fotos treiben mir abermals die Tränen in die Augen. Das Wissen um den Abschiedsbrief und dessen Inhalt machen mich so zornig. So wütend. Und so verzweifelt. Zum Glück wurde der Inhalt mir erst am Abend eröffnet.

Musik hilft ein wenig zur Ruhe zu kommen und zu verarbeiten. Genauso wie Nachrichten und Mails von Freunden und Verwandten, die mich sehr berühren. Genau die richtigen Worte. Heute wohltuende Umarmungen von Cousinen, Anteilnahme von ewigen Freunden, aufmunternde Worte und administrative Hilfe von wohlmeinenden Kollegen.

Es wird …. irgendwie. Auch wenn es schwer fällt ihn loszulassen und gehen zu lassen. Im Herzen wird er dennoch bei uns bleiben und seinen Platz behalten.

x +1

Posted on März 9, 2010 at 2:04 pm in

….. Leere. Unsagbare Leere …..

So sinnlos …..

Posted on März 8, 2010 at 6:49 pm in

Nach diesem Tag wird nichts mehr so sein wie es war. Grauenhaft, einfach nur grauenhaft. Eben schrieb ich auf FB, dass ich mich wie auf einem schlechten LSD-Trip fühle. Wie in Watte gepackt – in einem Albtraum. Ich wache aber nicht auf. Keiner ist da, der mich kneift, oder mich eine scheuert. Nichts. Tränen wechseln sich mit Zweckoptimismus ab. Der 8. März 2010 ist ein furchtbarer Tag und der Verlust lässt sich nicht in Worte fassen.

Es werden Fragen offen bleiben. Niemand wird sie uns beantworten können. Und diese offenen Fragen lässt den Schmerz noch tiefer gehen. Wie müsen sich meine Eltern fühlen? Sie sind gefasst. Unfassbar tapfer. Der Schock? Der kommt … irgendwann, aber er kommt.

Was sollen wir den Kindern sagen? Was soll ich meiner Schwägerin sagen? Dass es nicht ihre Schuld ist? Dass niemand es verhindern konnte?

Adieu Bruderherz. Ich hoffe, du hast jetzt Ruhe gefunden ……

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