Eindrücke einer Reise 5

Posted on 29 Juli 2008 at 07:53 in Irland, Kris, Spirea, Unterwegs.

Am Montag erhoffen wir uns endlich ‘das’ Irland zu finden, nach dem wir eigentlich suchen. Es geht mit dem Bus Eireann raus aus der Stadt. Da es ohne Auto doch etwas mühsam ist Irland zu erkunden, haben wir gleich eine Tour gebucht, die uns in den Süden nach Powerscourt Gardens führt.

Schnell entpuppt sich unser Busfahrer als witziger Entertainer. Kurzweilig und amüsant erzählt er uns von Dublin, Irland, den Menschen und ihren Marotten. Erstaunlicherweise verstehe ich ihn ganz gut. Überhaupt komme ich mit der Sprache ganz gut zurecht. Natürlich ist mein Wortschatz beschränkt, aber ich komme ganz gut durch und die Iren sind aber auch sehr hilfsbereit und freundlich.

Heute zeigt sich die Stadt etwas freundlicher. Entweder es liegt am lustigen Busfahrer, oder auch an der besseren Wohngegen, durch die wir gefahren werden. Dún Laoghaire wurde von den Engländern in Kingstown unbenannt. Doch nach der Unabhängigkeit kehrte man zum urspünglichen Namen zurück. Jedenfalls strahlt dieser Vorort noch immer die Pracht früherer Zeiten aus und so verwundert es nicht, dass sich hier im Süden auch sehr viele Reiche und Prominente niedergelassen haben.

Powerscourt liegt ca. 20 Kilometer südlich von Dublin im County Wicklow. Die Gärten selbst sind wunderschön angelegt und das Wetter spielt mit. Der Sparziergang durch die Gärten ist sehr erholsam und wir wundern uns nicht, dass die Gegend für Wochenendhäuser gern genutzt wird. Vom Haus selbst stehen leider nur noch die Mauern, denn es brannte in den 70iger Jahren aus. Inzwischen wurde es innen renoviert und beherbert heute ein kleines Museum und einige Shops.

Über eine Panoramastrasse geht es durch die Wicklow Mountains. Auch hier versorgt uns der Busfahrer mit witzigen Ankedoten, deren Wahrheitsgehelt natürlich nicht überprüft werden kann. Aber er weist uns auf einen schönen Wasserfall hin, der auch im Film Braveheart vorkommt. Dieser Film wurde nämlich in Wicklow gedreht, da es in Irland angeblich billiger als in Schottland war. Selbst die Irische Armee hat Soldaten für die Kampfszene abgestellt. Angeblich.

Unser nächstes Ziel ist Glendalough. Hier gibt es viele Klosterruinen, wunderschöne Natur zu sehen. Einst war Glendalough eines der wichtigesten religiösen Zentren des Landes. Heute werden die Ruinen gut betreut und die Anlage gepflegt. Allerdings treiben sich hier auch viel mehr Besucher herum und unsere Guide wirkt irgendwie lustlos. Vielleicht ist sie halt auch nur genervt. Nach der Führung haben wir noch Zeit und machen einen Spaziergang zu einem der beiden Seen. Hier finden wir endlich viele Motive und fotografieren auch sehr viel.

Die Ruhe und auch die Stille – wir gehen nicht den Massen nach – sind allerdings vorbei, als wir nach Dublin zurückkehren. Wieder Hektik, Lärm und der unsägliche Strassenverkehr. Wie das der Dubliner tagtäglich erträgt, ist uns ein Rätsel. Denn gewöhnen kann man sich daran vermutlich nicht.

Zurück im BB bekommen wir ein neues Zimmer. Nur für eine Nacht müssen wir uns ein Bett teilen. Arme Kris – ich schnarche doch so. Den restlichen Abend verbringen wir mit essen, Rucksack packen und tratschen.

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